Das Areal der Zigarrenfabrik P.J.Landfried fasziniert Politiker, Investoren, Planer und Bürger gleichermaßen. Als Standort für die Kultur -und Kreativwirtschaft wird das Gelände von Space Bonding, motorlab architekten und fours licht und ton zur Langen Nacht der Museen am deutschen Astronomietag erlebbar gemacht. Gemeinsam mit Künstlern laden sie zu einer nächtlichen Erkundungsreise durch den Landfried-Komplex ein.

Nicht erst seit Jule Vernes Meisterwerk “Von der Erde zum Mond” (1865) haben Menschen den Traum, unbekannte Orte zu erkunden. Auch zur heutigen Zeit, in der Reisen in ferne Länder leichter möglich sind als je zuvor, sehnen sich kreative Visionäre, Abenteurer, Romantiker und Forschergeister nach neuen Orten, die Raum für frische Ideen bieten. Doch woher kommt sie, diese Sehnsucht nach der Ferne, für die sinnbildlich der Erdtrabant steht?
Im Nordbau des Landfried-Areals findet sich zur meier Langen Nacht der Museen am deutschen Astronomietag eine Gruppe aus Kreativen und Künstlern zusammen, um dieser Frage nachzugehen. Gemeinsam lassen sie den Pioniergeist historischer Mondschwärmer in einem zeitgenössischen Gewand wieder auferstehen.
Beginn: 19.00
Ende: 05.00
Ort: Nordbau Landfriedkomplex (2.OG)
- Westlicher Trakt (von Treppe kommend links): Moonlight Bar und Bühne
19.00 -19.15 Begrüßung
19.15-19.45 Klanginstallation: Jo Bartmes
19.45-21.00 DJ: Radio Bergheim
21.00-21.15 Performance: “Und sie dreht sich doch” (Zwinger3-Theater)
21.30-22.45 Fullmoon Boys, live music
22.45-23.30 DJ: Oli Twist
23.30-01.00 me on/off, live music
01.00-05.00 DJ’s: steady work by dear friends
- Östlicher Trakt: Space Bonding und EinKollektiv
19.30/20.30/22.30/23.30 Live Vertonung: Reise zum Mond (1902) mit Konzert und Lesung (Jörg Hartmann, Jo Bartmes)
Bei all der Schwärmerei stellt sich aber auch die Frage, wie weit man gehen muss, um geheimnisvolle, neue Orte zu entdecken. Frank Zumbruch, Beauftragter für Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt Heidelberg, ist ständig auf der Suche nach Freiräumen für Heidelberger Kreative. Mit dem Landfried Komplex hat er einen idealen Ort vermittelt, an dem zur meier Langen Nacht der Museen frische Ideen umgesetzt werden. Zudem werden in dieser Nacht weitere Flächen zur Diskussion gestellt, die sich für eine kreative Nutzung eignen könnten:
- Alte Feuerwache, Bergheim
- ehem. Autohaus Kocher, Wieblingen
- Büroetage Im Breitspiel 7, Rohrbach Süd
Gemeinsam mit dem Space Bonding Team für kollaborative Stadtentwicklung erhalten die Besucher über interaktive Terminals die Gelegenheit, diese Orte in Heidelberg zu erkunden. Akteure aus der Kultur- und Kreativwirtschaft können dort Ihre Wünsche zur Entwicklung dieser Flächen über neu entwickeltes Bewertungstool angeben. So werden die nächtlichen Visionen schließlich in den kommenden Tag gerettet. Die Ermittlung der grundlegenden Informationen zu den Potenzialflächen ist auf der Plattform www.heidelberg.de/kreativwirtschaft über einen Erhebungszeitraum von drei Monaten angesetzt. Sie sollen helfen, geeignete Konzepte zur bedarfsgerechten Entwicklung der Liegenschaften zu erarbeiten.
Ein Dank geht an die beteiligten Künstler:
Jörg Hartmann (Kulturwissenschaftler, Schwerpunktthema Raumreisen)
Jo Bartmes (Komponist und Jazz-Musiker)
Zwinger-Theater mit “Vom Mond” und “Und sie dreht sich doch”
fullmoon boys (Band)
Me On/Off (Band)
steady work by dear friends (DJ-Team)
Olli Twist (DJ)
Ein Kollektiv (Künstlergruppe)
Radio Bergheim (DJ)
Blickwerk Media (Filmproduktion)
Felix Schubert (Visual Artist)
Moonlight-Bar (Getränke-Versorgung)